Auch alte Männer gehen gern ins Bordell: „Tao Jie
❤️ Click here: Männer im bordell
Das sind Männer, die mit einer Frau nicht auf Augenhöhe verkehren können. Nach und nach verschwinden die Pärchen. Manche mag deshalb froh gewesen sein, wenn ihr Gatte sich anderswo austobte… Und heute?
Die Rechnung ist mit 340 Mark noch höher als ich gedacht habe. Puff-Besuch ist ein Versuch das Selbstwertgefühl zu steigern Allerdings seien viele Leute gar nicht auf Sex aus, wenn sie in den Puff gehen, sagt Stephani.
Das Geschäft mit dem Sex - Jetzt kann mir nur noch ein Wunder helfen. Ich zucke bei jedem Lacher zumindest innerlich zusammen.
Und sie erzählt, was sie erlebt und was sie fassungslos gemacht hat. Wie kamen Sie auf die Idee zu dem Projekt. Bettina Flitner: Es wird in der letzten Zeit verstärkt über Prostitution geredet. Aber dabei ist immer nur von Frauen die Rede. Da habe ich mich gefragt: Was ist eigentlich mit den Männern. Wer sind diese Männer, die zu Prostituierten gehen. Was wollen Sie mit den Fotos erreichen. Ich wollte die Männer zeigen. Es sind in der Tat alle Typen von Männern, junge, alte, attraktive wie Ladenhüter. Aber die Motive sind vielfältig: Bequemlichkeit, Verklemmtheit, Machtgelüste. Gehörte das Projekt eher zu den größeren Herausforderungen Ihrer Karriere. Wie viel Überzeugungsarbeit mussten Sie bei den Männern und den Bordell-Mitarbeitern leisten. Das war eine riesige Herausforderung. Erst mal war es gar nicht einfach, in das Bordell überhaupt hineinzukommen. Schließlich bin ich eine Frau und noch dazu eine Fotografin, die das Ganze auch noch im 'Stern' veröffentlichen will. Aber schließlich hat der Besitzer eingewilligt. Ich vermute, er hat sich davon Werbung für sein Haus versprochen. Und dann ging es darum, dass die Männer mitmachen. Letztendlich haben eben auch diese Männer das Bedürfnis, dass man ihnen wirklich zuhört. Kann man sich in einem Bordell wohlfühlen. Auf den ersten Blick war dieses sogenannte Wellness-Bordell schick: marokkanische Polster, indirektes Licht. Aber auf den zweiten Blick sieht man das Elend. Das Elend der Frauen, die noch halbe Kinder sind und der Männer, die ihre Großväter sein könnten. Obwohl es doch angeblich um das Intimste geht, um Sex, weht einen da die Kälte an. Denn es geht um Geld und um Macht. Was waren Ihre männer im bordell Eindrücke von Ihrer Zeit dort. Ich habe die Männer unten an der Bar angesprochen, um sie dann mit hoch in eines der Zimmer zu nehmen, wo ich mein Licht und meine Kamera aufgebaut hatte. Ich habe mich also relativ oft in der Etage aufgehalten, wo es auch zur Sache geht. Den Anblick der Frauen, wenn sie mit den Männern nach dem Anbahnungsgespräch oben ankamen, werde ich nie vergessen. Wie nackte Untote wankten sie da auf ihren den Gang entlang, mit versteinerten Gesichtern. Und Männer in ihren Bademänteln hinterher ins Zimmer. Bordell-Besucher gelten ja klischeemäßig als schmuddelige und 'eklige Typen'. Hat Ihre Arbeit dieses Klischee Ihrer Meinung männer im bordell widerlegt. Das sind ganz normale Männer, unsere Nachbarn, Kollegen, Freunde. Da war ein sehr gutaussehender 23-Jähriger. Wie man sich selber so betrügen kann. Die glauben ja wirklich, dass die Frau, die sie da für einen 50 Euro Schein gekauft haben, gerade den tollsten ihres Lebens mit ihnen hatte. Das sind Männer, die mit einer Frau nicht auf Augenhöhe verkehren können. Das ist doch irgendwie arm. Können Sie jetzt nachvollziehen, warum Männer in den Puff gehen. Weil ihnen männer im bordell Frauen zu anstrengend sind. Sie scheuen die Auseinandersetzung und suchen den einfachen Weg. Aber das ist nicht nur für die Frauen eine Zumutung, für ihre eigene und für die gekaufte Frau, Sie selber haben auch danach ein schales Gefühl. Das war am Anfang schwierig, denn ich war die einzige angezogene Frau in dem Bordell. Die Frauen müssen immer nackt sein und haben höchstens ihre dabei. Aber allmählich haben wir uns angenähert. Es war schwierig, miteinander zu reden, weil neun von zehn kaum deutsch sprechen, sie kommen aus Bulgarien oder Rumänien. Ich hatte heute 10 Männer. Das Überraschendste war, dass die meisten Männer das Ganze in Wahrheit männer im bordell traurig finden. Sie wissen, dass die meisten Frauen nicht freiwillig in so einem Laden sind. Sie sehen die Zuhälter auf dem Parkplatz, die die Frauen abkassieren. Wie war die Resonanz auf Ihre Fotoserie. Ich werde fast täglich darauf angesprochen. Ich habe einen Artikel über 'Meine Tage im Puff' in 'Emma' geschrieben, auch darauf gab es viele Reaktionen. Er ist jetzt in dem Buch 'Prostitution - ein deutscher Skandal' zu lesen, das in diesen Tagen erschienen ist. Im Internet gingen die Freier durch die ganze Welt. Da sind sie auf englisch, französisch, spanisch, griechisch, chinesisch übersetzt worden. Riesige Diskussionen in den sozialen Netzwerken, pro und contra. Ich habe auch einige Briefe von Ex-Freiern bekommen. Alle haben sie gesagt, dass sie erleichtert sind, nicht mehr in dieser Welt zu verkehren. Welches Projekt können wir als nächstes von Ihnen erwarten. Den zweiten Teil der Arbeit: die Frauen.
Warum gehen Männer zu Prostituierten?
Es ist drei Uhr nachts. Günther ist Gastwirt, Ende 50, stämmig, sehr behaart und hat einen Schnurrbart. Wenn es sich lohnen würde, gäbe es das bestimmt. Diese werden besonders von den osteuropäischen Prostituierten sehr geschätzt. Jetzt sitzen wir da, die Chantal und ich und keiner gibt nur einen Zentimeter Boden preis. Macht 23 Euro Verdienst nach drei Mal Geschlechtsverkehr innerhalb von 24 Stunden. Viele Männer, die sich gerne potenter und begehrter fühlen wollen, bezahlen daher eine Prostituierte. Und um noch deutlicher zu machen, was er meint, klappt er seinen Bademantel auseinander und fragt, ob er mich mal anfassen könne. Zeig mir einen, der hier glücklich ist. In Zimmer 11 sitzt mir Günther gegenüber. Er ist gerade angekommen und wird von zwei Mädchen umschwirrt.